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Medical University of Graz

Hofrat O. Univ.-Prof. Dr. med. Emil Emanuel Zuckerkandl

   *18.09.1849 in Györ(Raab), Ungarn
   +28.05.1910 in Wien

Emil Zuckerkandl wurde am 18. September 1849 im Stadteil Sziget des ungarischen Györ (dt. Raab) als erstes Kind des Ehepaares Leon und Eleonore Zuckerkandl geboren.
Ab 1867 studierte er an der Universität Wien unter anderem bei Josef von Škoda und wurde 187 auf Empfehlung seines Lehrers Josef Hyrtl Prorektor im Athenäum in Amsterdam. Ab 1873 arbeitete er in Wien als Assistent an der pathologisch-anatomischen Anstalt unter Carl von Rokitansky und Demonstrator bei Hyrtl. 1874 wurde er in Wien zum Dr. med. promoviert. Am 1 Oktober 1874 wurde Zuckerkandl Assistent beim Anatomen Carl Langer, wobei er sich bei seiner Forschungsarbeit ein großes und bald auch allgemein anerkanntes Wissen aneignete, weshalb er 1880 ohne Habilitation zum außerordentlichen Professor für Anatomie an der Universität Wien ernannt wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits 58 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht.

Im Jahre 1882 erhielt Emil Zuckerkandl einen Ruf als Ordinarius nach Graz. Dies war vor allem seine Zeit des Werbens um seine zukünftige Gattin, der Schriftstellerin, Journalistin und Kritikerin Berta Szeps mit der es sich am 3. September 1885 am Grundelsee verlobte. Sie war Tochter des Zeitungsherausgebers und studierten Mediziners Moris Szeps. Die Hochzeit fand am 15. April 1886 statt. Während dieser Zeit begann er auch den Aufbau einer sehr schönen und inhaltreichen Sammlung von Kunst- und kunstgewerblichen Gegenständen wobei ihn seine Gattin in verständnisvoller Weise unterstützte. Zuckerkandl hat überhaupt Kunstbestrebungen das lebhafteste Interesse entgegengebracht. Er war Mitbegründer der Kunstakademie für Frauen in Wien und hat wiederholt Gelegenheit genommen, über Kunstprobleme zu sprechen. Berühmt wurde sein Vortrag über Kunstmotive in der Anatomie. Wiewohl verfasste er während seiner Grazer Lehrtätigkeit über 25 wissenschaftliche Beiträge.

Im Jahre 1888  wurde Zuckerkandl als Nachfolger Carl Langers zum Professor der deskriptiven und topografischen Anatomie in Wien ernannt.

Zuckerkandl galt als ausgezeichneter Beobachter, der sich mit fast allen Gebieten der Anatomie beschäftigte und sein Fachwissen vor allem an klinischen Erfordernissen ausrichtete. Zu seinen bekanntesten Schülern zählt Julius Tandler, der ab 1907 die Vorlesungen von seinem aufgrund eines Herzleidens geschwächten Lehrers übernahm.

Quelle: Wikipedia und gekennzeichnet Links

Einen ausführlichen Nachruf zu Zuckerkandl mit Aufzählung sämtlicher wissenschaftlicher Arbeiten finden Sie online auf der Biodiversity Heritage Library unter:  http://www.biodiversitylibrary.org/page/11888196 (online am 1.9.2017)

Eine Kopie (Nachruf auf Seite 86-96) des Anatomischen Anzeigers, Band 37,  Nr.1  vom 9. Juli 1910, Gustav Fischer Verlag Jena, findet sich in der Bibliothek der Medizinischen Universität Graz

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